Der Blog zur Abnehmen-Community: Erstes Treffen mit einem Fan! }

Okay, das ist ein Blog. Hier kann man mal Tagebuch mässig Dinge raushauen, die man sonst nicht
erzählt.

Nein, keine schlüpfrigen Details - vielleicht mal später.

Seit 1 1/2 Jahren betreibe ich auf Google+ eine Abnehm-Community, also ein Forum. Aus ungefähr einer Millionen Gründen, die ich gerne auf Nachfrage erläutere, hab ich an dem Tag, als Google die Communities freigeschaltet hat, selbst eine gestartet.



Ungefähr 20 weitere im deutschsprachigen Raum sind zeitgleich mit mir gestartet, darunter einige namhafte Betreiber, die mit ihren Internetseiten viel erfolgreicher sind als ich. Aber eine Community ist nochmal was anderes - viele glauben, es ist damit getan, so ein Ding hinzustellen und dann fangen die Leute an zu reden. Aber so ist das nicht - niemand investiert in ein totes Pferd, warum sollte ich in ein Forum posten, wenn da niemals Antwort kommen wird?

Ein solches Forum zu starten ist harte Arbeit - wirklich, ein Knochenjob. Die ersten 3 Monate waren die härtesten, eigentlich waren es sechs Monate, die ich täglich 24 Stunden - neben meinem Studium - investiert habe, um Leute willkommen zu heißen, neue Rubriken populär zu machen, einfach Smalltalk zu betreiben, damit sich jeder Gast wohlfühlt. Es ging zwar um ein hartes Sachthema - ABNEHMEN - aber auch das kann man mit Humor, Unterstützung und Wohlwollen betreiben, und darum ging es mir. Zum Glück fanden sich im Laufe der Monate unglaublich tolle Moderatoren, die mich unterstützten, jeder mit besonderen Fähigkeiten: die eine war einfach unglaublich nett und liebevoll, die nächste zerfetzte fachlich Studien, dass es eine Wonne war. Eine brachte einfach Spaß und gute Laune, die nächste war die Versinnbildlichung des Abnehmens und ein leuchtendes Vorbild. Einer hatte es geschafft und den Traumkörper erreicht und interessierte sich dafür, wie man andere Dicke dahin motivieren kann, der nächste war ein professioneller Communitybetreiber mit viel Erfahrung. Und noch einer hatte unglaublich viele Pfunde drauf, aber eine Sportpower, mit der er sie bekämpfte, dass man blass vor Neid wurde. Kurzum - ein tolles Team konnte ich um mich scharen - und ohne dieses Team wäre ich auch verloren!

Aber trotz all dieser tollen Leute war ich irgendwie der Kern dieser Community. Das klingt zwar arrogant, aber nichts liegt mir ferner als das - als Dicker bin ich es nicht gewohnt, dass sich eine Welt um mich dreht. Dass jemand auf mich hört, oder auch nur beachtet. Ich bin der Mann, dem niemand hinterschaut, der so schüchtern ist, dass er in einer Kneipe nie jemanden kennenlernt, ausser der Alkoholpegel ist enorm.

Und heute hatte ich also das erste Treffen mit jemanden aus meiner Community - der erste, der mich LIVE gesehen hat, ohne Sonnenbrille, der mal meinen Bauch begutachten konnte. Er kam mit seiner Freundin, die auch völlig platt war, dass jemand so unsportliches wie ich - den Cocktails zugeneigt, denn dafür hatten wir uns getroffen - eine Abnehmcommunity leitet.

Und - es war Liebe auf den ersten Blick. Ungelogen. Die beiden waren mir von der ersten Minute an so sympathisch, als würde ich sie mein Leben lang kennen - und umgekehrt war es scheinbar genauso.

Ich bin das nicht gewohnt - jahrzehntelang (ja, ich war einer der ersten im Internet) hab ich mich zurückgehalten, es gibt nur ein Bild von Sonnenbrille von mir, weil ich als Informatiker Respekt vor der Gesichtserkennung habe. Ich hab mich immer zurück gehalten, bin schüchtern. Und doch entwickele ich mich scheinbar zu einer Internetpersönlichkeit - aber jemand zu sein wie in "Das Leben des Brian", wo jemand ruft "Folgt der Flasche!", das ist neu.

Nachdem ich ungefähr ein dreiviertel Jahr die Com in Schwung gebracht hatte, scherten zwei meiner Mitglieder aus und machten eine eigene zum gleichen Thema auf. Nicht nur das - sie hatten bei mir gelernt und kopierten die Dinge, die ich machte, quasi 1:1. Noch schlimmer als das - sie waren angestellt bei einer Abspeck-Firma mit erfolgreicher Website, die die Mitglieder in Hunderschaften in die Community schaufelte - dagegen konnte ich nicht anstinken. Meinen Titel als "Größte deutsche Abnehm-Community" war ich schnell los und es fuchste mich. Zunächst. Bis meine Mitglieder mir klarmachten, dass es nicht auf die Größe ankam, sondern auf die Qualität. Dass sie mir treu bleiben würden. Dass es bei mir schöner wäre.

Das alles waren bis heute abend nette Worte. Ich bin bescheiden und kann mit Komplimenten nicht umgehen. Ein Dicker halt. Aber heute abend wurde mir der Unterschied erzählt - die andere Community ist zwar größer, aber man ist kurz davor, dass sich jeder mit "Sie" anredet. Fachliche Fragen werden seriös - und durchaus kompetenter, die Moderatoren sind in den Fragen studiert - behandelt, aber - es wäre irgendwie "steril".

Und bei mir wäre es "wie in einer Familie".

Das ist das größte Kompliment, dass ich jemals erhalten habe - und 1111 Mitglieder hin oder her, und ob die anderen das doppelte haben - ich bin heute unglaublich stolz! Ich hab 1 1/2 Jahre jeden Tag Energie und Kraft in dieses Projekt gesteckt und dieser eine Satz hat das alles aufgewogen!

Dieser Abend mit dem neuen Pärchen könnte der Beginn eines netten Münchner Abspeck-Treffens sein - und Cocktails gehören da unbedingt dazu! :) Oder der Beginn einer lebenslangen Freundschaft - selbst das hätte die ganze Arbeit schon gelohnt - man wird sehen... :)

Wollte nur sagen - das war ein saugenialer Abend, und er zeigt, dass es sich lohnt, sich für eine Sache zu engagieren, an die man glaubt, egal, wie lange es dauert.

Und - hey, sorry, ich muss natürlich Werbung machen, nach diesem Vorspiel - wenn Du Teil dieser Abnehm-Familie werden willst, dann komm halt rein - rechts findest Du die große Grafik, die dich in die Community führt.

Ich hingegen geh jetzt schlafen, mit dem Gefühl - einen Fan zu haben. Und wohl nicht nur einen, sondern vielleicht 1111. Verrückt. Ich. Wer hätte das gedacht?

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