Der Blog zur Abnehmen-Community: Tagebuch: Ist das Glas halb leer, bin ich halb voll }

Ich nehm jetzt mal das Blog her, so wie ein Blog gedacht ist: Ich kotz meine Gedanken in Textform.

Gerade kommen mehrere Dinge zusammen, ein Post in der Community und ein Post heute auf Spiegel Online von Sascha Lobo.

Der Ausgangspost in der Com war dieser Artikel: http://www.taz.de/Bruetereichef-ueber-Kuekentoetungen/!5206276/

Kurze Zusammenfassung: In Österreich versucht die Bio-Branche, das Kükenschreddern zu verhindern, indem man eine Huhn-Rasse zusammengezüchtet hat, wo sowohl die weiblichen, als auch die männlichen Exemplare verwertbar sind. 

Reaktion aus der Community: Bringt eh nix, und wenn, dann nur marginal.

Zeitgleich hat Sascha Lobo, quasi die "Stimme des Netzes" in Deutschland, heute einen interessanten Artikel über das Symptom des 21. Jahrhunderts gepostet: Hilflosigkeit.
http://www.spiegel.de/netzwelt/web/sascha-lobo-ueber-die-hilflosigkeit-im-netzzeitalter-a-1040399.html

Er trifft - wie so oft - den Nagel auf den Kopf: Wir sind in allen Bereichen hilflos - Überwachung, Gammelfleisch, Banken - es ist eigentlich egal, welches Thema man wählt, der arme Verbraucher wird über den Tisch gezogen, entmachtet und entrechtet. 

Das Internet wäre eigentlich die Umverteilung der Macht, vom einzelnen, machtlosen Verbraucher zur Selbstorganisation, die Konzerne zum Umdenken zwingen kann - aber das findet bislang selten statt. Es braucht wohl noch eine Plattform, die sich genau darauf konzentriert.

Ich glaube fest daran, dass die Vernetzung der kleinen Leute die Welt verändern kann, aber das hat immer noch nicht stattgefunden, erstaunlich genug.

Der "Alternative-zum-Küken-Schreddern"-Artikel ruft also statt "Hey, coole Idee, lass uns das ausbauen!" nur als Reaktion hervor "Ach, bringt eh nix."

Wann sind wir als Gesellschaft so zynisch geworden? Klar, wir sind tausend mal verarscht worden. Politikverdrossenheit wundert angesichts dessen, was da so abgeht, auch kein bisschen.

Aber wenn ich poste "Hurra, es ist Sommeranfang!" - ist wirklich die natürliche Reaktion "Ab heute werden die Tage wieder kürzer!"?
Geht's eigentlich noch?

Können wir uns nicht mal über was freuen? Für eine Idee fiebern, die die Welt verbessern könnte?

Bin ich zu alt, dass ich noch weiß, was Optimismus ist?

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