Der Blog zur Abnehmen-Community: Tagebuch: 9 von 10 Stimmen in meinem Kopf }


Um bei den Abspeck-Bloggern mitmachen zu dürfen, muss mein Blog Beiträge zu meiner eigenen Abnehmerei enthalten.

Start war übrigens 115.8 kg.




Die letzten 8 Monate.
Die Säulen sind das Waagengewicht,
die blaue Linie ist das Trendgewicht.
Das Trendgewicht ignoriert Wasserschwankungen.

Da die Übersicht oben ja einen immer größeren Zeitraum umfasst, zoomen wir mal rein:

Die letzten Woche
Die Säulen sind das Waagengewicht,
die blaue Linie ist das Trendgewicht.
Das Trendgewicht ignoriert Wasserschwankungen.


Okay, die Kurve sieht so ziemlich genau aus wie die letzte Woche und der Grund dafür ist immer noch Stress. Oder der vorgebliche Grund.

Ich bin nämlich auf ein neues, zentrales Problem beim Abnehmen gestossen, und das ging so: Ich hab Schokoriegel gegessen. Jupp, Plural. Nicht zwei, nein, FÜNF hintereinander. Dabei war ich nicht mal hungrig. Kann mir das mal wer erklären? Das ist doch nicht nur "Ha, Zucker! Mehr!" - so schnell reagiert der Blutzuckerspiegel ja auch nicht, wie ich die verputzt habe.

Und das gruseligste ist: Ich guck mir ja dabei zu, wie ich das mache. Und mir denke: Hm, das solltest Du nicht tun! Und tu es trotzdem. Es ist wie in diesem blöden Spruch:


Was geht da vor? Und warum gewinnt die blöde eine Stimme mit dem Nutellabrot?

+michael T , der Bodybuilder und Moderator in der Abnehmen-Community riet mir, mal einen Schritt zurück zu machen - ob das nicht eine Trotzreaktion ist.

Ich hab jetzt soviel "Motivation" durch schlaue Sprüche und "Druck" auf mich aufgebaut - dazu zählt z.B. dieser Post hier, den ich wöchentlich abliefere, genauso wie die vermutete oder tatsächliche Erwartungshaltung der Leser, dass ich den Vorturner gebe.

Dann ist da der "Abnehm-Battle" mit meiner Nemesis, der Countdown (in zwei Monaten ist Frühlingsanfang, im Sommer will ich doch endlich schlank sein) - es ist alles so geplant, dass ich funktioniere. Genauso hab ich es gewollt, ich hab ja dran gebastelt, dass dieser Druck jetzt da ist, der kam ja nicht von alleine.

Und wenn ich mal eine langfristige Entscheidung getroffen habe, halte ich mich dran und ziehe das durch - nur, beim Essen klappt das einfach nicht. Ich hab Mittel und Wege gefunden, abzunehmen, ohne Hunger zu haben - das ist eigentlich ein riesiger Fortschritt gegenüber den letzten 30 Jahren, in denen ich mich recht planlos von einer Diät in die nächste begeben habe.

Warum gewinnt die 1 Stimme, wenn nicht mal Hunger der Grund ist?

Warum kann ich nicht widerstehen - warum ist mir alles egal, wenn da lecker Essen ist?

+Anke Kornbuch , ebenfalls Moderatorin der Com, schrieb letzte Woche was in der Art:
"Ich glaube, dass jeder, der dick ist, eigentlich eine Ess-Störung hat."

Huh - da ist was dran. Unter "Ess-Störung" hatte ich bislang nur Magersüchtige oder wirklich SEHR dicke Leute, die mit dem Kran aus der Wohnung geholt werden müssen, im Kopf.

Bislang hatte ich als Hindernisse fehlende Motivation oder Hunger im Blickfeld - was ist, wenn da im Kopf was anderes schiefläuft?



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